Aktuelle Reisebestimmungen der deutschen Nachbarländer

Dänemark

Am 4. Januar 2016 hat Dänemark stichprobenartige Grenzkontrollen an der deutsch-dänische Grenze eingeführt. Dies kann unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen. Deutschen Staatsangehörigen wird bei Reisen nach Dänemark dringend empfohlen, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit sich zu führen. Autofahrern wird darüber hinaus dringend abgeraten, Anhalter oder andere ihnen unbekannte Personen über die Grenze nach Dänemark mitzunehmen.

Autofahrern wird dringend abgeraten, Anhalter oder andere ihnen unbekannte Personen über die Grenze nach Dänemark mitzunehmen. Sofern diese Personen keine Ausweispapiere mit sich führen, die zum legalen Aufenthalt in Dänemark berechtigen, wird den Fahrern Menschenschmuggel vorgeworfen und regelmäßig sofortige Untersuchungshaft angeordnet.

Frankreich

Seit Anfang 2015 ist Frankreich Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge geworden: Anschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo im Januar 2015, Anschläge in Paris im November 2015 und in Nizza am 14. Juli 2016.

Der seit November 2015 geltende Ausnahmezustand wurde bis Ende Januar 2017 verlängert. In diesem Zusammenhang wurden besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter u.a. verstärkte Personenkontrollen in der Öffentlichkeit. 

Es ist mit folgenden Maßnahmen zu rechnen: 

·  Stichprobenkontrollen in den U-Bahnstationen und Bahnhöfen
·  verstärkte Militärpräsenz an den Bahnhöfen
·  Polizeipräsenz in den U-Bahnen und auf den Straßen
·  Zugangskontrollen an den Flughäfen und zum Thalys

Es wird dringend geraten, den Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich zur Lageentwicklung über die Medien und diese Reisehinweise informiert zu halten.

Daneben finden vom 27. Juli bis einschließlich 26. Oktober 2016 Kontrollen an den Landesbinnengrenzen Frankreichs zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie an den Luft- und Seegrenzen statt. Es kann daher im Reiseverkehr vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Insbesondere bei der Einreise aus Großbritannien muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Reisende sollten ständig ein Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass) mit sich führen (s. auch unter Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige).


Bahnreisende sollten darauf achten, dass ihr Reisegepäck mit Namen und Anschrift gezeichnet ist. In vielen Bahnhöfen gibt es keine Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung mehr.

Von Übernachtungen auf Rastplätzen, insbesondere entlang der Autobahnen in der Nord-Süd-Richtung nach Südfrankreich oder nach Spanien und im gesamten Süden Frankreichs, wird wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten.

Ab 1. Juli 2012 sind ausnahmslos alle Autofahrer und Fahrer zwei- und dreirädriger Motorräder, die mehr als 50 ccm haben (auch Touristen) in Frankreich  verpflichtet, einen Alkohol-Schnelltester im Fahrzeug mit sich zu führen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit auf französischen Straßen zu erhöhen.

Österreich

Deutschland und Österreich haben vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt. Je nach Grenzübergang laufen die Kontrollen unterschiedlich ab. Es kann daher zu Behinderungen und längeren Wartezeiten im Reiseverkehr kommen.  Weitere Informationen dazu unter: Externer Link, öffnet in neuem FensterSituation an den Grenzen

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und ein für die Einreise gültiges Ausweisdokument mit sich zu führen.

Wegen notwendiger Sanierungsarbeiten im Arlberg- Tunnel wird es in der Zeit von September 2014 bis September 2017 zu wechselnden Nutzungseinschränkungen kommen. Bitte rechnen Sie mit erheblichen Wartezeiten und zeitweisen Vollsperrungen. Einzelheiten zu konkreten Baumaßnahmen und Terminen können Sie über die Seite der österreichischen Infrastrukturgesellschaft ASFINAG abrufen:

Seit dem 1. Mai 2005 gilt für in- und ausländische Lenker mehrspuriger Fahrzeuge eine Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten. Solch eine Weste muss rot, orange oder gelb sein und der ÖNORM EN 471 entsprechen (auf dem Etikett der Jacke ersichtlich). Die Warnweste, die vom Fahrer immer mitgeführt werden muss, ist zu tragen beim Verlassen des Fahrzeugs auf einer Autobahn, Autostraße oder Freilandstraße für das Aufstellen eines Warndreiecks, auf einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei durch Witterung bedingter schlechter Sicht und bei Dämmerung oder Dunkelheit.

Schweiz

Bei Urlaubsreisen in die Schweiz erfolgt eine polizeiliche Anmeldung durch das Hotel oder die Pension, in der der Reisende unterkommt. Bei Einreise mit dem Pkw ist darauf zu achten, dass auch in der Schweiz eine Autobahnvignette erforderlich ist

Italien

Vor der Abreise sollten sich Autofahrer mit grundlegenden Vorschriften vertraut machen (z. B. zulässige Höchstgeschwindigkeiten, Promille-Grenze, etc.). Insbesondere das Befahren der verkehrsberuhigten Zonen in vielen Innenstädten (sog. ZTL, zone a traffico limitato) ist in Italien nur mit einer Sondergenehmigung gestattet. Besonders gekennzeichnete Bus- und Taxispuren dürfen von privaten PKW nicht genutzt werden. Genaue und tagesaktuelle Informationen zu Regelungen, die nicht den deutschen entsprechen, erteilt auch der ADAC. 

Generell gilt der Hinweis, dass bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung mit empfindlichen Strafen zu rechnen ist. Bußgelder fallen in der Regel deutlich höher aus als in Deutschland und werden auch - notfalls durch ein Inkassounternehmen - eingetrieben.

Der italienische Straßenverkehr ist sehr lebhaft und dicht.